Unsere Geschichte in Karlsruhe

Mit dem Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Italien kam es in den 50er und 60er Jahren zu einer regelrechten Einwanderungswelle italienischer Gastarbeiter nach Deutschland.

 

Ein Aspekt, dem eher wenig Beachtung geschenkt wird ist, dass die zumeist jungen Gastarbeiter mit dem Aufbruch in die Ferne auch zwangsläufig aus ihren Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften gerissen worden sind. Noch weniger bekannt ist, dass es im traditionell eher katholisch geprägten Italien insbesondere im Süden auch schon damals vielerorts zahlreiche blühende evangelische Kirchengemeinden gab.

 

Fern ab der Heimat begannen sich nun nach und nach einige gläubige evangelische Gastarbeiter in Hauskreisen zusammenzutun. So auch in Karlsruhe und Umgebung. Allmählich nahm nicht zuletzt durch Evangelisationsarbeit die Zahl derer, die die Frohe Botschaft unter den italienischen Gastarbeitern annahmen, zu.

 

Mit tatkräftiger Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinden in Karlsruhe, die fortan Ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, trifft sich die italienischsprachige Kirchengemeinde Karlsruhe seit nun mehr annähernd 40 Jahren all sonntäglich zum Gottesdienst.

 

Im Zentrum unserer Aktivität steht die Verkündigung der Frohen Botschaft in der Muttersprache der in Karlsruhe ansässigen, ehemaligen italienischen Gastarbeiter und deren Nachkommen.

 

Wir genießen Gemeinschaft mit anderen italienischsprachigen Gemeinden in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien, England und der Schweiz, die Mitglied im Verbund der CCINE (italienischsprachige Kirchengemeinden Nordeuropas) sind. Im Raum Karlsruhe gibt es weitere italienischsprachige evangelische Kirchengemeinden in Pforzheim und Rastatt. Darüber hinaus arbeiten wir auch konfessionsübergreifend mit unseren deutschsprachigen Geschwistern zusammen.